Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Wie sicher ist mobiles Bezahlen?

Wie sicher ist mobiles Bezahlen?

 

Das Bezahlen mit dem Smartphone, das sogenannte Mobile Payment, ist auf dem Vormarsch. In den USA und in China ist es längst Alltag. Schweden und andere Länder in Skandinavien möchten, dass Bargeld schon bald komplett von der Bildfläche verschwindet. Dort laufen sogar die Opfergaben, die beim Sonntagsgottesdienst in den Klingelbeutel wandern, übers Smartphone. In Deutschland hingegen stehen viele Verbraucher dem mobilen Bezahlen eher skeptisch gegenüber. Grund genug, sich die Technik einmal näher anzuschauen.

 

Wo ist mobiles Bezahlen möglich?

Das Bezahlen mit dem Smartphone ist auch hierzulande an immer mehr Stellen möglich. Schon seit 2015 haben Geschäfte, Tankstellen und Gastronomiebetriebe, bei denen mit Karte bezahlt werden kann, die Terminals an ihren Kassen mit NFC-Lesegeräten ausgerüstet.

NFC steht für Nearfield Communication (auf Deutsch: Nahfeld Kommunikation) und ist der technische Standard, der sich für kontaktlose Zahlungen durchgesetzt hat. Dieser Standard wiederum findet sich nicht nur bei Bank- und Kreditkarten, sondern funktioniert auch beim Smartphone.

Mobil bezahlen kann der Verbraucher also grundsätzlich überall dort, wo er auch mit seiner Bank- oder Kreditkarte bargeld- und kontaktlos bezahlen könnte. Als weitere Voraussetzung kommt dann aber noch dazu, dass das Smartphone NFC-fähig sein muss.

 

Wie funktioniert das Zahlen mit dem Smartphone?

Damit der Verbraucher mobil mit seinem Smartphone bezahlen kann, muss das Gerät einen NFC-Chip haben. Doch das ist fast immer der Fall. Denn bei Android-Smartphones der neueren Generationen gehört der Chip zur Standardausstattung und bei Apple ist er seit dem iPhone 6 an Bord.

Zusätzlich zum Chip braucht der Verbraucher eine Bezahl-App, die den Bezahlvorgang an der Kasse ausführt. Hierzu gibt es seit 2018 die Bezahlsysteme Google Pay und Apple Pay. Daneben bieten Banken und Sparkassen, aber auch andere Zahlungsdienste eigene Apps an.  

Ist eine Bezahl-App auf dem Smartphone installiert, gibt es für das mobile Bezahlen drei Möglichkeiten:

·         Der Verbraucher kann an den jeweiligen Verkaufsstellen Guthabenkarten kaufen. Über einen Code lädt er das Guthaben dann in die Bezahl-App. Anschließend kann er das Guthaben nutzen, um damit seine Einkäufe zu bezahlen. Das Prinzip ist also ähnlich wie bei einem Prepaid-Handy.

·         Eine andere Möglichkeit ist, dass der Verbraucher seine Kreditkartendaten in der Bezahl-App hinterlegt. Dadurch bezahlt er mit der App genauso wie mit seiner Kreditkarte.

·         Daneben kann der Verbraucher die Daten seines Girokontos in der App hinterlegen. Auf diese Weise sind die Bezahl-App und das Girokonto miteinander verbunden und alle Zahlungen werden direkt vom Girokonto abgebucht.

Der Bezahlvorgang selbst funktioniert genauso wie das bargeldlose Zahlen mit einer Bank- oder Kreditkarte. Nur dass der Verbraucher keine Karte, sondern eben sein Smartphone an das Lesegerät hält.

Damit die Zahlung erfolgen kann, muss das Smartphone betriebsbereit sein. Es genügt aber, wenn das Gerät eingeschaltet ist und keinen leeren Akku hat. Eine Verbindung zum Internet per WLan oder über das Mobilfunknetz ist nicht notwendig. Es reicht, wenn sich die Bezahl-App regelmäßig mit dem Server des Anbieters verbindet.

 

Wie sicher ist mobiles Bezahlen?

Bedenken wegen der Sicherheit muss der Verbraucher beim mobilen Bezahlen eigentlich nicht haben. Anders als bei einer funkfähigen Bank- oder Kreditkarte, die durch ein manipuliertes Lesegerät ausspioniert werden kann, sind die Daten auf dem Smartphone beim kontaktlosen Bezahlen nämlich sehr viel besser geschützt. Und dafür gibt es mehrere Gründe.

 

Datenübertragung als Token

Die Daten, die für den Bezahlvorgang notwendig sind, sendet das Smartphone nicht als Klartext zum Terminal an der Kasse. Stattdessen wird eine verschlüsselte Kopie erstellt. Dieses sogenannte Token ist ein Platzhalter für die Kreditkarten- oder Kontonummer. Außerdem ist das Token nur für den Bezahlvorgang gültig, den der Verbraucher gerade tätigt.

Die Absicherung der Daten kann dabei auf zwei verschiedenen Wegen erfolgen. Die erste Variante ist ein Secure Element. Das ist eine Sicherheitskomponente, die als Chip in das Smartphone eingebaut oder in die SIM-Karte integriert ist. Als Alternative gibt es die cloudbasierte Lösung. Hier laufen alle Vorgänge, die mit der technischen Sicherheit zusammenhängen, verschlüsselt über einen externen Server. Meist handelt es sich um den Server der Bank. Die Software-Lösung heißt auch Host Card Emulation, kurz HCE.

Beide Varianten, sowohl mit Secure Element als auch per HCE, bieten einen guten Schutz vor Identitätsdiebstahl, Phishing und anderen kriminellen Angriffen. Denn Hacker können die kryptischen Verschlüsselungen (bisher) praktisch nicht knacken.

 

Hohe Sicherheitsanforderungen an die Terminals

Für Terminals, die kontaktlose Zahlungen ermöglichen, gelten hohe Sicherheitsstandards. Damit die Zahlungsterminals zugelassen werden, müssen unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

·         Tauchen mehr als zwei Funksignale gleichzeitig auf, wird die Transaktion sofort abgebrochen.

·         NFC-Zahlungen können nur durchgeführt werden, wenn der Abstand zwischen dem Lesegerät und dem Smartphone wenige Zentimeter beträgt.

·         Jede Zahlung muss einzeln aktiviert werden, so dass Mehrfachzahlungen unmöglich werden.

·         Für die Anzahl und die Beträge von NFC-Zahlungen sind Limits eingerichtet.

 

Zusätzliche Sicherheitsabfrage bei Beträgen über 25 Euro

Möchte der Verbraucher einen Betrag bezahlen, der höher ist als 25 Euro, reicht es nicht aus, wenn er sein Smartphone nur an das Lesegerät hält. Stattdessen muss er den Bezahlvorgang zusätzlich bestätigen und freigeben. Das geschieht je nach App durch die Eingabe der PIN, das Einlesen des Fingerabdrucks oder mittels Gesichtserkennung.

 

5 Tipps rund ums mobile Bezahlen

Im Unterschied zum Zahlen mit Bargeld bleibt der Verbraucher beim mobilen Bezahlen nicht völlig anonym. Denn der Anbieter der App erfährt etwas über das Kaufverhalten und kann die Daten zu Werbezwecken nutzen. Ob und was der Anbieter mit den persönlichen Daten macht, steht in den Datenschutzhinweisen zur App.

Davon abgesehen, ist das mobile Bezahlen aber eine praktische und sichere Möglichkeit. Doch ein paar nützliche Tipps sollte der Verbraucher trotzdem noch beachten:

1.       Die Software des Smartphones sollte stets auf dem aktuellen Stand sein. Das lässt sich am einfachsten durch automatische Updates erreichen.

2.       Der Verbraucher kann sich eine Schutzhülle zulegen, die Funkwellen blockiert. Dadurch ist sichergestellt, dass keine Daten unbemerkt ausgelesen werden können.

3.       Bei einigen Zahlungs-Apps kann sich der Verbraucher benachrichtigen lassen, wenn eine Transaktion durchgeführt wurde. Diese Funktion sollte er auch nutzen. Denn so behält er den Überblick und weiß sofort, wenn eine Zahlung erfolgt ist, die er nicht vorgenommen hat.

4.       Regelmäßige Kontrollen der Kontoauszüge sorgen dafür, dass dem Verbraucher falsche Abbuchungen schnell auffallen und er sie seiner Bank melden kann.

5.       Sollte das Smartphone abhanden kommen, sollte der Verbraucher die SIM-Karte zusammen mit seinem Konto und seiner Kreditkarte umgehend sperren. Das geht rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116116.


Möchte der Verbraucher mit seinem Smartphone nicht bezahlen, kann er den NFC-Chip aber auch ausschalten. Bei Android-Smartphones ist das über die Einstellungen im Bereich „Drahtlos und Netzwerke“ möglich. Beim iPhone hingegen lässt sich der Chip nicht deaktivieren.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Tipps - wenn Kinder im Internet surfen
Die wichtigsten Infos und Tipps, wenn Kinder im Internet surfen Immer wieder ist von Abzockfallen im Internet zu lesen, von schwarzen Schaf...
Fachinformationen zu WPA2
Fachinformationen zu WPA2 Das Kürzel WPA2 steht für Wi-Fi Protected Access 2 und bezeichnet ein Verschlüsselungsverfahren f&u...
Warum analoge Computer ein Comeback erleben
Warum analoge Computer ein Comeback erleben Unser Zeitalter ist digital. In fast jeder Alltagselektronik stecken Mikrochips, die mit Bit...
Tipps fuer Handyakkus
Tipps, damit der Handyakku länger hält Mittlerweile sind Handys bei Weitem nicht mehr nur einfache Telefone, die es ermöglich...
9 Fragen zu Chatbots, 2. Teil
9 Fragen zu Chatbots, 2. Teil Bei Anwendungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz, dem Machine Learning oder Robotern tauch...

mehr Artikel

Internetsucht Infos und Fakten Die wichtigsten Infos und Fakten zum Thema Internetsucht Das Internet ist längst zu einem festen Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden und zweifelsohne hat das Internet vieles vereinfacht und eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich gebracht. Problematisch wird es aber dann, wenn das Internet zu dem Element wird, um das sich das ganze Leben und der gesamte Alltag drehen. Das Bundesministerium für Gesundheit hat Ende September 2011 eine Studie veröffentlicht, die die Zahl der Internetsüchtigen in Deutschland auf über eine halbe Million beziffert.    Ganzen Artikel...

Selbstgebaute WLan-Antennen Vor- und Nachteile von selbstgebauten WLan-Antennen Grundsätzlich kommen im Zusammenhang mit WLan drei Antennentypen zum Einsatz. Richtantennen werden verwendet, um Punkt-zu-Punkt-Verbindungen herzustellen. Der Winkel, der dabei abgedeckt wird, ist zwar verhältnismäßig klein, allerdings können deutliche Verbesserungen in eine Richtung erreicht werden. Wichtig ist, die Antenne sehr sorgfältig auszurichten, denn die Qualität der Verbindung wird schon bei minimalen Abweichungen beeinträchtigt. Dennoch ermöglichen Richtantennen recht hohe Übertragungsraten und eine deutliche Reduzierung von Störfaktoren.   Ganzen Artikel...

Surfen und gleichzeitig lernen - 10 Anregungen Surfen und gleichzeitig lernen - 10 Anregungen   Mit Freunden in aller Welt kommunizieren, in Foren stöbern, Infos recherchieren, einkaufen oder Bankgeschäfte erledigen: Das Internet lässt sich auf sehr vielfältige Weise und für die unterschiedlichsten Zwecke nutzen. Klar, dass das weltweite Netz manchmal auch einfach nur zu einem netten Zeitvertreib wird und sich prima eignet, um etwa mit Spielen die eine oder andere Stunde zu überbrücken. Aber genauso kann das Internet zu einer sehr nützlichen Plattform werden, um Neues zu lernen oder vorhandene Kenntnisse zu vertiefen. Und viel mehr als ein bisschen Zeit und einen Internetzugang braucht es nicht, um sich frisches Wissen oder Können anzueignen. Wir haben zehn Anregungen zusammengetragen, wie der Nutzer surfen und gleichzeitig lernen kann.  Ganzen Artikel...

5 aktuelle Tipps für sicheres Surfen im Urlaub 5 aktuelle Tipps für sicheres Surfen im Urlaub   Der Sommer naht und damit rückt auch die Urlaubszeit immer näher. Verglichen mit früher, hat sich dabei mit Blick auf die Kommunikation einiges verändert. So muss heutzutage niemand mehr Kleingeld sammeln oder eine Telefonkarte kaufen und eine Telefonzelle suchen, um vom Urlaubsort aus mal eben zu Hause anzurufen. Statt Postkarten werden SMS, E-Mails oder Nachrichten samt Bildern mit Messenger-Diensten verschickt. Und auch die Landkarte, der Straßenatlas und selbst die Urlaubslektüre bleiben immer öfter daheim. Sie finden sich nämlich zunehmend auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop.  Ganzen Artikel...



Wissenswertes zur Strahlung von Smartphones Wissenswertes zur Strahlung von Smartphones   Experten machen sich zunehmend Sorgen über die gesundheitsschädliche Strahlung von Handys und ihre Folgen für den menschlichen Körper. Dass der sogenannte Elektrosmog zu einem Gesundheitsrisiko werden kann, ist bekannt. Schlafstörungen, Entwicklungsprobleme, Unfruchtbarkeit oder auch Krebserkrankungen sind ein paar Beispiele für Gefahren, die damit in Verbindung gebracht werden.  Ganzen Artikel...