Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

ISDN-Abschaltung 2020: Die Möglichkeiten im Überblick

ISDN-Abschaltung 2020: Die Möglichkeiten im Überblick

 

Die Umstellung von Analog und ISDN auf All-IP war vielleicht einer der größten Kraftakte der Telekommunikationsbranche in den vergangenen Jahren. Doch inzwischen ist es fast geschafft und die Zielgerade in Sicht. Vor diesem Hintergrund flattert vielen Kunden ein Schreiben ins Haus, in dem sie über die Kündigung ihrer ISDN-Anschlüsse informiert werden.

Eigentlich war geplant, dass ISDN bis 2018 abgeschaltet wird. So jedenfalls wurde es schon 2015 angekündigt. Das Ziel der Umstellung auf All-IP war und ist, verschiedene Netze und unterschiedliche Technikplattformen in einer einheitlichen Technologie zu vereinen. Die einheitlichen Standards sollen die Leistungsfähigkeit verbessern und gleichzeitig die Kosten deutlich senken.

Die Entscheidung, ISDN abzuschalten, hatte dann auch zur Folge, dass die Hardware-Anbieter der Telekommunikationsunternehmen die ISDN-Technik nicht mehr weiterentwickelten. Allerdings leben Totgesagte bekanntlich länger. Und so sind bis heute noch viele ISDN-Anschlüsse in Betrieb. Vor allem Geschäftskunden nutzen die Technik weiterhin. Doch damit ist bald endgültig Schluss. Denn die Umstellung soll bis 2020 komplett abgeschlossen sein.

 

ISDN-Abschaltung 2020: Die Möglichkeiten im Überblick

Die Umstellung wird kommen. Ob der Anschlussinhaber künftig All-IP nutzen möchte oder lieber bei seinem ISDN bleiben würde, steht nicht zur Debatte. Spätestens wenn die Kündigung im Briefkasten liegt, wird sich der Anschlussinhaber mit dem Thema beschäftigen und nach einer Lösung suchen müssen. 

Dabei kann der Anschlussinhaber entscheiden, ob er bei seinem bisherigen Anbieter bleiben will oder den Anbieter wechselt. Was die technischen Möglichkeiten angeht, so stehen drei Varianten zur Auswahl:

 

1. Sip-Trunk

Moderne Telefonanlagen ermöglichen, einen sogenannten Sip-Trunk im Telekommunikationssystem zu hinterlegen. Je nach Telefonanlage kann dazu zunächst ein Upgrade der Software notwendig sein. Den Sip-Trunk muss der Anschlussinhaber bei seinem Telefonanbieter beantragen und bekommt dafür die Zugangsdaten. Anschließend muss die Telefonanlage mit der Daten-Internetleitung verbunden werden. Damit sind die Voraussetzungen für das Telefonieren über IP gegeben.

 

2. Gateway

Hat die ISDN-Telefonanlage schon ein paar Jahre auf dem Buckel, möchte oder kann der Anschlussinhaber auf die Schnelle aber nicht in eine neue Anlage investieren, ist die Gateway-Lösung eine gute Alternative. Der Telefonanbieter installiert dafür ein sogenanntes Media-Gateway. Das Media-Gateway ist eine Art Vermittlungsstelle, die die ankommenden Datenpakete in Richtung ISDN-Telefonanlage in Sprache und in Richtung Telefonnetz in IP übersetzt.

 

3. IP-Centrex

Hinter IP-Centrex verbirgt sich in eine Cloud-Telefonanlage. Die Hardware verschwindet aus dem Büro, übrig bleiben nur noch IP-Telefone. Die Software ist in der Cloud in einem System abgelegt. Dieses System ist multimandantenfähig und bei jedem Telefonat wird auf das System zugegriffen. Die Abrechnung erfolgt bei IP-Centrex in aller Regel monatlich pro Nutzer.

 

Die notwendigen Schritte vor der ISDN-Abschaltung

Welche Schritte der Anschlussinhaber konkret unternehmen sollte, hängt von seiner Situation ab.

Hat der Telefonanbieter bisher nur in einem Schreiben mitgeteilt, dass der Vertrag demnächst gekündigt wird, aber noch keinen konkreten Kündigungstermin genannt, sollte sich der Anschlussinhaber zeitnah überlegen, wie er weiter verfahren will. Das heißt: Er sollte zum einen klären, ob er beim bisherigen Anbieter bleibt oder ob er den Anbieter wechselt. Kommt ein Anbieterwechsel in Frage, sollte sich der Anschlussinhaber einen Überblick über die Tarife verschaffen und die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen. Außerdem sollte sich der Anschlussinhaber damit beschäftigen, welche technische Lösung in seinem Fall am besten geeignet ist.

Hat der Anschlussinhaber bereits die Kündigung bekommen, braucht er schnellstmöglich eine Lösung. Denn in aller Regel machen die Telefonanbieter ernst und schalten den ISDN-Anschluss zum genannten Kündigungstermin tatsächlich ab. Verbleiben bis zum Kündigungstermin weniger als acht Wochen, wird dem Anschlussinhaber nicht viel anderes übrig bleiben, als zunächst bei seinem bisherigen Anbieter zu bleiben. Hier kann er einen neuen Vertrag abschließen und eine geeignete technische Lösung vereinbaren. Nach der ISDN-Abschaltung geht der alte Vertrag so nahtlos in die neuen Vertrag über. In weniger als acht Wochen einen neuen Anbieter zu finden, alle Formalitäten für den Wechsel zu klären und die notwendigen technischen Vorkehrungen zu treffen, wird eher selten klappen.

 

Übrigens: Es kann sein, dass der Anschlussinhaber bislang noch gar nichts von seinem Telefonanbieter gehört hat. Das ist vor allem dann möglich, wenn der ISDN-Anschluss von einem kleineren oder regionalen Anbieter bereitgestellt wird. Gibt es noch keine Kündigungsandrohung oder Kündigung, muss der Anschlussinhaber vorerst nichts unternehmen. Trotzdem sollte er sich mit der IP-Umstellung befassen. Denn aller Voraussicht nach werden die kleineren Anbieter in den kommenden zwei Jahren nachziehen und wie die Branchenriesen ISDN abschalten. Schaut sich der Anschlussinhaber jetzt schon in aller Ruhe die Anbieter und die möglichen Techniklösungen an, gerät er später nicht unter Handlungsdruck.

   

Die ISDN-Abschaltung betrifft auch Sonderdienste

Die Umstellung von ISDN auf All-IP betrifft nicht nur die Telefon- und Internetleitung. Vielmehr kann sie auch Auswirkung auf andere Dienste haben. Dazu gehören zum Beispiel Alarm- und Brandmeldeanlagen, Aufzüge, Zahlungssysteme oder Hausnotrufsysteme.


Fast immer ist es so, dass solche Sonderdienste nicht automatisch auf IP umgestellt werden können. Wichtig ist deshalb, dass sich der Anschlussinhaber vor der ISDN-Abschaltung erkundigt, welche Möglichkeiten bestehen und welche Maßnahmen notwendig sind, damit der jeweilige Sonderdienst auch nach der Umstellung auf All-IP funktioniert.

Mehr Ratgeber, Anleitungen und Tipps:

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Änderungen Medien und Telekommunikation in 2013
Die wichtigsten Änderungen im Bereich Medien und Telekommunikation in 2013 Wie jedes Jahr bringt auch 2013 einige Änderungen und N...
Infos und Tipps zum Streaming
Infos und Tipps zum Streaming Streaming-Dienste sind längst ein fester Bestandteil des Medienkonsums. Viele Nutzer schätzen die M&...
Natürliche Links aufbauen - Infos und Tipps
Natürliche Links aufbauen - Infos und Tipps Wie erfolgreich eine Webseite ist, hängt nicht nur von ihren Inhalten ab. Auch das...
Schadensersatz bei Ausfall von Telefon und Internet
Schadensersatz bei Ausfall von Telefon und Internet Plötzlich geht gar nichts mehr: Das Telefon ist tot, auf dem Computerbildschirm...
Achtung: Nicht auf Tech Support Scam hereinfallen!
Achtung: Nicht auf Tech Support Scam hereinfallen! Vorsicht, wenn Mitarbeiter von Microsoft am Telefon angeblich einen technischen Suppo...

mehr Artikel

Infos rund um Webcrawler, Teil 2 Infos rund um Webcrawler, Teil 2   In der Informatik spielen Webcrawler eine wichtige Rolle. Das gilt vor allem dann, wenn es darum geht, Webinhalte systematisch und automatisiert zu erfassen. Der erste Webcrawler wurde 1993 von Matthew Gray entwickelt und hieß World Wide Web Wanderer. Seitdem hat sich natürlich viel getan. In einem zweiteiligen Beitrag schauen wir uns die Technologie genauer an. Dabei haben wir in Teil 1 beantwortet, was genau ein Webcrawler ist und wie er funktioniert, welchen Nutzen er hat und in welchen Bereichen er eingesetzt werden kann. Hier ist Teil 2!    Ganzen Artikel...

Wissenswertes zum "Single-Sign-On" Wissenswertes zum "Single-Sign-On" Auf vielen Plattformen und in zahlreichen Internetshops ist es möglich, sich mit einem anderen, bereits vorhandenen Benutzerkonto einzuloggen. Dadurch entfällt die mitunter umständliche Registrierung. Allerdings kann diese komfortable Lösung auch ihre Schattenseiten haben.   Ganzen Artikel...

Aktuelle Infos zum Roaming in der EU Aktuelle Infos zum Roaming in der EU   Im EU-Ausland fallen für das Telefonieren, Simsen und Surfen grundsätzlich die gleichen Kosten an wie zu Hause. Grundsätzlich deshalb, weil es ein paar Ausnahmen gibt. So ist zum Beispiel möglich, dass nicht das volle Datenvolumen zur Verfügung steht. Daneben fallen Sonderrufnummern oft nicht unter die Roaming-Regelung. Möglich ist auch, dass der Anbieter noch nicht auf die Kosten-Obergrenzen umgestellt hat, die seit Mai 2019 gelten. Wir haben aktuelle Infos zum Roaming in der EU zusammengestellt und klären die wichtigsten Fragen!  Ganzen Artikel...

Neu in 2017 - das ändert sich bei TV, Telefon & Co. Neu in 2017 - das ändert sich bei TV, Telefon & Co. Wie jedes Jahr bringt auch 2017 ein paar Neuerungen mit sich. Und was sich bei TV, Telefon & Co. ändert, erklärt die folgende Übersicht.   Ganzen Artikel...



Die Risiken beim Single-Sign-On Die Risiken beim Single-Sign-On   Beim Stöbern im Internet taucht ein interessantes Angebot auf. Um vollen Zugriff auf die Seite zu haben, sich einzelne Inhalte genauer anzuschauen oder eine Bestellung aufzugeben, ist aber zunächst eine Registrierung mit den persönlichen Daten notwendig. Da erscheint es natürlich praktisch und bequem, wenn der Seitenbetreiber ermöglicht, ein anderes, bereits bestehendes Konto zum Einloggen zu verwenden. Das kann zum Beispiel ein Social-Media-Account, das Google-Profil oder das Benutzerkonto bei einem Online-Kaufhaus oder -Bezahldienst sein. Mitunter kann dieses Konto dann auch gleich verwendet werden, um den Einkauf zu bezahlen.  Ganzen Artikel...