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Was ist eigentlich ein Webserver? 2. Teil

Was ist eigentlich ein Webserver? 2. Teil

 

Beim Webserver handelt es sich um einen Rechner oder ein Computerprogramm, das Inhalte über das Internet oder ein Intranet bereitstellt. Er nimmt Anfragen von Clients entgegen und liefert die dazugehörigen Inhalte als Antwort. Zusätzlich dazu ist der Webserver für eine Reihe weiterer Funktionen zuständig, so zum Beispiel die Verarbeitung von Skripten, die Protokollierung, Sicherheitsfunktionen oder das Verwalten von Benutzerkonten. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation spielt der Webserver deshalb eine zentrale Rolle.

In einem zweiteiligen Beitrag schauen wir uns den Webserver genauer an. Dabei haben wir im 1. Teil beantwortet, was genau ein Webserver ist, welche Aufgaben er hat und in welchen Arten es ihn gibt. Außerdem haben wir erklärt, wie ein Webserver erstellt und eingerichtet wird. Hier ist der 2. Teil!

 

Welche Komponenten braucht ein Webserver?

Um einen Webserver einzurichten, der zuverlässig funktioniert und sicher läuft, müssen einige grundlegende Komponenten berücksichtigt werden. Dazu gehören folgende:

·Hardware: Für den Webserver ist eine Hardware notwendig, die den Anforderungen der Webanwendung gerecht wird. Dabei kann es sich um eine Server-Hardware oder einen Cloud-Anbieter handeln.

·Betriebssystem: Der Betrieb des Webservers setzt eine stabile und sichere Betriebssystem-Umgebung voraus. Meist fällt die Wahl dabei auf Windows Server oder Linux-Distributionen.

·Software: Eine geeignete Webserver-Software wie Apache, NGINX oder IIS sorgt dafür, dass die Anforderungen und die Skalierbarkeit der Webanwendung erfüllt werden.

·DNS- und Netzwerkkonfiguration: Damit eine Webseite im Internet erreichbar ist, müssen der Domain Name Server (DNS) und die Netzwerkkonfiguration ordnungsgemäß eingerichtet sein.

·DBMS: Ist die Webanwendung auf Datenbanken angewiesen, wird ein Datenbank-Management-System (DBMS) wie zum Beispiel MySQL oder PostgreSQL benötigt.

·Sicherheitsmaßnahmen: Firewalls, SSL-Zertifikate, regelmäßige Updates und ähnliche Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten, dass die Infrastruktur des Webservers und die auf ihm gespeicherten Daten geschützt sind.

Durch das Einbetten dieser Bestandteile im Zuge der Einrichtung sind die Grundlagen für die Qualität, die Zuverlässigkeit und die Sicherheit des Webservers geschaffen.

 

Was ist beim Webserver mit Blick auf die Sicherheit und den Datenschutz wichtig?

Die Sicherheit und der Datenschutz spielen beim Webserver eine sehr wichtige Rolle. Denn nur so lassen sich Angriffe abwehren, Datenlecks vermeiden und die Vertraulichkeit der Informationen von Nutzern sicherstellen. Bei der Einrichtung und dem Betrieb des Webservers sollten dabei mehrere Dinge beachtet werden.

Wichtig ist zunächst einmal, eine SSL/TLS-Verschlüsselung zu verwenden, um die Kommunikation zwischen dem Server und den Clients abzusichern. Außerdem sollten Firewalls und Intrusion-Detection-Systeme eingebettet sein. Sie überwachen die Aktivitäten im Netzwerk und blockieren mögliche Angriffe.

Sinnvoll ist, Dienste und Funktionen auf dem Webserver, die nicht unbedingt notwendig oder komplett überflüssig sind, zu deaktivieren. Dadurch sinkt die Anzahl möglicher Angriffspunkte. Auch die Zugriffsrechte auf die Benutzerkonten auf dem Server sollten sehr sorgfältig verwaltet und generell nur erforderliche Berechtigungen vergeben werden.

Um bekannte Sicherheitslücken zu schließen, sollten in regelmäßigen Abständen Sicherheitsupdates für das Betriebssystem, die Software und alle auf dem Webserver installierten Anwendungen durchgeführt werden. Regelmäßige Datensicherungen stellen sicher, dass Daten wiederhergestellt werden können, falls sie beschädigt werden oder verloren gehen. Außerdem sollte es eine klar definierte Vorgehensweise geben, um Sicherheitslücken aufzuspüren, zu melden und zu beheben. Auf diese Weise wird es möglich, schnell einzugreifen, wenn neue Sicherheitsrisiken auftauchen.

 

Wie wird ein Webserver angepasst?

Durch das Programmieren kann ein Webserver in seinem Verhalten und seinen Funktionen individuell ausgestaltet und auf die Anforderungen bestimmter Webanwendungen abgestimmt werden.

Vereinfacht erklärt, gliedert sich die Funktionsweise eine Webservers in zwei große Bereiche:

·Anfragen verarbeiten: Der Webserver nimmt HTTP-Anfragen von Webbrowsern oder anderen Clients entgegen, analysiert diese und legt fest, welche Aktionen notwendig sind, um auf die Anfragen zu reagieren.

·Inhalte ausliefern: Der Webserver stellt die angeforderten Informationen bereit. Dazu schickt er die Inhalte oder Dateien entweder direkt an den Client oder leitet sie an ein serverseitiges Script oder eine Webanwendung weiter.

Um diese Funktionen durch die Programmierung umzusetzen, können verschiedene Programmiersprachen und Technologien zum Einsatz kommen. Die Auswahl hängt unter anderem davon ab, welche Anforderungen die jeweilige Webanwendung stellt und welche Ressourcen verfügbar sind. Auch das Knowhow des Programmierers spielt natürlich eine Rolle. Zu den am häufigsten verwendeten Programmiersprachen bei Webservern zählen Java, PHP, Python, JavaScript, Ruby und C#.

Ist ein Webserver eingerichtet, kann er angepasst und erweitert werden, um ihn dadurch auf die individuellen Bedürfnisse abzustimmen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können zum Beispiel eigene Module und Skripte entwickelt werden, die spezielle Funktionen hinzufügen oder die Leistung des Webservers optimieren. Die Umsetzung kann erfolgen, indem beispielsweise Drittanbieter-APIs integriert, die Protokollierung angepasst oder der Datenzugriff verbessert wird.

Daneben kann der Webserver an ein Content Management System (CMS) angebunden werden. Auf diese Weise können zum einen Webinhalte einfach verwaltet und aktualisiert werden. Zum anderen wird es möglich, eine Vielzahl von Funktionen und Plug-Ins zu nutzen, die das jeweilige CMS bereitstellt.


Werden die Einstellungen und Parameter der Webserver-Software angepasst, können sich die Performance und die Sicherheit des Servers verbessern. Zu Maßnahmen an dieser Stelle kann gehören, die Verbindungs- und Timeout-Einstellungen zu verändern, Caching-Strategien einzubetten oder zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einzubinden. Load-Balacing- und Cluster-Management-Technologien wiederum können dazu beitragen, die Lastanforderungen auf mehrere Server zu verteilen. Außerdem können sie Leistungsengpässe und Ausfallzeiten minimieren. Im Ergebnis erhöht das die Verfügbarkeit und Skalierbarkeit des Webservers.

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