Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Wie sinnvoll ist eine Cyberversicherung für private Nutzer?

Wie sinnvoll ist eine Cyberversicherung für private Nutzer?

 

Inzwischen werden immer öfter Cyberversicherungen angeboten, die sich an private Nutzer richten. Die Versicherungen regulieren Schäden, die im Zusammenhang mit Internetkriminalität entstehen. Allerdings sind viele Leistungen schon durch andere Versicherungen abgedeckt, die im Haushalt bereits vorhanden sind. Damit stellt sich die Frage, wie sinnvoll eine Cyberversicherung für private Nutzer ist.

 

Was ist überhaupt eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung ist eine Versicherung, die vor Schäden im Zusammenhang mit Internetkriminalität schützt. Ursprünglich richteten sich die Angebote an kleine und mittelständische Unternehmen. Doch mittlerweile sind immer mehr Policen auf dem Markt, die für private Nutzer gedacht sind. Je nach Anbieter heißen die Produkte auch Cyberschutz, Datenschutzversicherung, Hacker-Versicherung, Data-Risk oder Datenträgerversicherung. Weil diese Versicherungssparte noch recht jung ist und sich die Leistungen sehr stark voneinander unterscheiden, ist es schwierig, die Angebote miteinander zu vergleichen.

Die meisten Cyberversicherungen unterstützen hauptsächlich bei Cybermobbing und Rufschädigung im virtuellen Raum. Sie kümmern sich darum, dass der Fall analysiert und fragwürdige Einträge gelöscht werden. Außerdem vermitteln sie Hilfe durch Anwälte und Psychologen. Nach einem Virenangriff beteiligen sich die Versicherungen an den Kosten für die Datenrettung. Onlineeinkäufe durch unbefugte Dritte sind ebenfalls abgesichert.

Cyberversicherungen bezahlen nicht nur die vollständige Wiederherstellung der EDV, sondern bieten oft auch direkte Hilfeleistungen, sogenannte Assistance-Leistungen, an. Allerdings sind die Versicherungssummen in den einzelnen Bereichen mitunter begrenzt. So übernehmen die Versicherungen zum Beispiel Schäden durch Identitätsmissbrauch oft nur bis zu einer Höhe von 15.000 Euro, während es bei Onlineeinkäufen nur maximal 3.000 Euro sind.

Wichtig ist, dass der Nutzer Maßnahmen trifft, um sein System zu schützen. Dazu gehört zum Beispiel, dass der sein Betriebssystem und die Antivirenprogramme regelmäßig aktualisiert. Andernfalls kann eine Cyberversicherung die Leistung verweigern.

 

Welche Cyberrisiken sind schon durch andere Versicherungen abgedeckt?

Aktuelle Verträge von gängigen Versicherungen schützen bereits vor vielen Formen der Internetkriminalität. Vor dem Abschluss einer Cyberversicherung ist es ratsam, erst einmal die bestehenden Policen zu überprüfen.

Leitet der Nutzer zum Beispiel einen schädlichen Virus weiter, kann die private Haftpflichtversicherung die Folgekosten übernehmen. Denn die private Haftpflichtversicherung tritt ein, wenn der Versicherte einem Dritten im Privatbereich unbeabsichtigt einen Schaden zufügt. Viele Policen beziehen dabei auch das Internet mit ein. Vermögensschäden sind zwar in der Höhe üblicherweise begrenzt, die Versicherungssummen reichen im Privatbereich aber im Normalfall aus. Ansprüche, die zu Unrecht erhoben werden, wehrt die Versicherung ab. Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den Policen, die in jedem Haushalt vorhanden sein sollten.

Datenklau und Identitätsdiebstahl sind ebenfalls oft über andere Policen abgesichert. Fällt der Nutzer zum Beispiel einem Phishing-Angriff zum Opfer und wird sein Konto leergeräumt, besteht die Möglichkeit, sich das Geld über die Bank zurückzuholen. Auch in der Hausratversicherung kann der Schutz beim Onlinebanking enthalten sein, wodurch Schäden hier abgedeckt wären. Gestohlene Daten und die Folgeschäden, die daraus entstehen, sind ebenfalls häufig im Leistungsumfang der Hausratversicherung eingeschlossen. Folglich reguliert sie beispielsweise missbräuchliche Einkäufe im Internet.

Die Rechtsschutzversicherung hilft weiter, wenn es zu einem Rechtsstreit kommt. Sie übernimmt die Kosten für den Anwalt und das Gerichtsverfahren. Meist betrifft das auch rechtliche Streitigkeiten, die die Folge von Internetnutzung sind.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen, die zum Beispiel als Opfer von Cybermobbing eine medizinische oder psychologische Behandlung notwendig machen, fallen in den Zuständigkeitsbereich der Krankenversicherung. Dabei übernehmen sowohl die gesetzlichen Krankenkassen als auch die privaten Krankenversicherer die Kosten für notwendige Therapien.

 

Urheberrechtsverletzungen als Sonderfall

Lädt der Nutzer Songs, Filme und andere Dateien herunter, ohne dass der Rechteinhaber seine Erlaubnis dazu erteilt hat, liegt in vielen Fällen eine Verletzung des Urheberrechts vor. Veröffentlicht der Nutzer Fotos, auf denen andere Personen eindeutig zu erkennen sind und hat er sich zuvor kein Okay eingeholt. Verletzt er möglicherweise Persönlichkeitsrechte.

Solche Dinge passieren im Internet immer wieder, oft ohne böse Absicht. Doch Cyberversicherungen klammern Verletzungen von Rechten in aller Regel aus. Höchstens ein Beratungsrechtsschutz kann zum Versicherungsumfang gehören. Die teils hohen Abmahnkosten muss der Nutzer trotz Versicherung selbst bezahlen.

Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die erhobenen Forderungen unberechtigt sind. In diesem Fall würde eine Cyberversicherung die angefallenen Kosten übernehmen. Allerdings reguliert auch die Haftpflicht- oder die Rechtsschutzversicherung so einen Schaden.

 

Wie sinnvoll ist also eine separate Cyberversicherung für private Nutzer?

Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten, auf die Verfügbarkeit der Daten angewiesen sind, in ihren Geschäftsbetrieb nicht auf EDV und IT verzichten können und einen ordnungsgemäßen Datenschutz sicherstellen müssen, sind mit einer Cyberversicherung gut beraten. Im privaten Bereich ist eine separate Police meist nicht notwendig.

Je nach Internetverhalten lohnt es sich eher, die private Haftpflicht-, die Hausrat- oder die Rechtsschutzversicherung dahingehend zu überprüfen, welche Cyberrisiken sie jeweils abdecken. Bei Bedarf können diese Verträge aktualisiert, erweitert oder neu abgeschlossen werden.


Sollte dann noch ein nicht abgedecktes Risiko übrig bleiben, kann eine geeignete Cyberversicherung eine Option sein. Pakete mit pauschalen Leistungen helfen dabei aber oft nicht weiter. Besser ist eine Versicherung, die gezielt den benötigten Schutz bietet. Die Policen beginnen bei einem Jahresbeitrag von ungefähr 40 Euro. Abzuwägen gilt aber immer auch, wie groß das Risiko tatsächlich ist. Zumal es ohnehin unmöglich ist, sich vor wirklich allen potenziellen Gefahren im Internet durch eine Versicherung zu schützen. Ein umsichtiges Nutzungsverhalten bietet oft den besten Schutz.

Mehr Tipps, Ratgeber und Anleitungen:

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Frequenzen bei WLan
Übersicht zu Frequenzen bei WLan Bei WLans handelt es sich grundsätzlich um Funknetzlösungen, die es ermöglichen, elektr...
Uebersicht zum AD-hoc-Modus
Infos und Übersicht zum AD-hoc-Modus Prinzipiell gibt es für ein WLan-Netzwerk zwei Betriebsarten, nämlich einerseits den Inf...
7 Fragen zum Mobilfunkstandard 5G
7 Fragen zum Mobilfunkstandard 5G Im Zusammenhang mit dem Mobilfunk führt schon seit einiger Zeit kein Weg mehr am sogenannten 5G v...
Umstrittene IT-Regelungen in Deutschland
Übersicht über die umstrittensten IT-Regelungen in Deutschland Teilweise ist es schon recht verwunderlich, auf welche kreativen I...
Peer-to-Peer WLan
Infos zum Peer-to-Peer WLan Ein WLan-Netzwerk kann in unterschiedlichen Betriebsmodi betrieben werden. In den meisten Fällen wird der I...

mehr Artikel

Cookies verwalten - Infos und Tipps Cookies verwalten - Infos und Tipps   “Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen ein optimales Surferlebnis zu bieten.” Ein Hinweis in diesem Stil erscheint auf vielen Internetseiten und informiert den Besucher darüber, dass der Seitenbetreiber sogenannte Cookies einsetzt.  Ganzen Artikel...

Infos und Tipps zu eSports, Teil 2 Infos und Tipps zu eSports, Teil 2   ESports sind digitale Wettkämpfe, bei denen zwei oder mehr Spieler im Mehrspieler-Modus von Videospielen gegeneinander antreten. Doch dabei geht es um weit mehr, als nur ein bisschen am Computer zu zocken. Durch eSports hat der Profisport die digitale Welt erreicht. Gleichzeitig wächst die Branche rasant und viele Spieler träumen davon, Profi-Gamer zu werden. Wir haben einen ausführlichen Ratgeber rund um eSports erstellt. Dabei haben wir in Teil 1 beantwortet, was genau eSports sind, warum sie auf so viel Begeisterung stoßen und welche Ausstattung benötigt wird. Hier ist Teil 2!  Ganzen Artikel...

Wie kommt das Tablet ins Internet? Wie kommt das Tablet ins Internet? Ganz neu sind Tablet PCs zwar nicht mehr, aber ihr Boom ist nach wie vor ungebrochen. Immer mehr Nutzer besitzen ein Tablet und möchten dieses auch nicht mehr missen, bei vielen anderen steht das Tablet ganz oben auf der Wunschliste. Mittlerweile sind Tablet PCs auch durchaus erschwinglich geworden. Große Tablets von namhaften Herstellern haben zwar nach wie vor ihren Preis, zahlreiche Anbieter haben aber inzwischen Modelle auf den Markt gebracht, die schon für vergleichsweise kleines Geld zu haben sind.    Ganzen Artikel...

5 Tipps, um Kinder beim Einstieg ins Internet zu unterstützen 5 Tipps, um Kinder beim Einstieg ins Internet zu unterstützen Im heutigen Zeitalter sind moderne Medien wie das Internet längst zu alltäglichen Selbstverständlichkeiten geworden. Die Kinder werden mit dem Computer groß und wer auf dem Schulhof ohne Handy dasteht, wird schnell zum Außenseiter. Doch die virtuellen Welten haben auch ihre Tücken.    Ganzen Artikel...



Infos und Fakten zum WLan Zertifikat Alle Infos und Fakten zum WLan Zertifikat Zertifikate werden verwendet, um eine rechnergestützte Kommunikation abzusichern. Dabei handelt es sich bei einem WLan Zertifikat um strukturierte Daten, die Personen, Objekte und deren Eigenschaften bestätigen sowie deren Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität mithilfe von kryptografischen Verfahren überprüfen. Während WLan-Netzwerke im Privatbereich meist ohne Zertifikate auskommen, sind WLan-Netzwerke bei beispielsweise Unternehmen oder an Universitäten häufig so eingerichtet, dass die Autorisierung über Zertifikate, einen Benutzernamen und ein Passwort erfolgt.    Ganzen Artikel...