Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

10 Fragen zum neuen IT-Sicherheitskennzeichen, 2. Teil

10 Fragen zum neuen IT-Sicherheitskennzeichen, 2. Teil

 

Auf den ersten Blick scheinen der Router und das E-Mail-Postfach nicht besonders viel gemeinsam zu haben. Doch beide sind mit dem Internet verbunden und verarbeiten ständig personenbezogene Daten. Damit können sie eine Tür für Cyber-Kriminelle werden.

Wer einen Router oder E-Mail-Dienst auswählt, kann das Sicherheitsniveau aber oft kaum einschätzen. An dieser Stelle kommt das neue IT-Sicherheitskennzeichen ins Spiel. Es soll dem Verbraucher künftig ermöglichen, die Sicherheitsmerkmale von internetfähigen und vernetzten Produkten schnell und einfach zu erkennen. Zum Start ist das Kennzeichen für Router und E-Mail-Dienste vorgesehen. Doch geplant ist, dass im Laufe der Zeit weitere Produktgruppen dazukommen.  Schließlich finden sich in Haushalten immer mehr vernetzte Produkte. Damit wird die IT-Sicherheit auch in privaten Haushalten zu einem zunehmend wichtigen Thema.

In einem zweiteiligen Beitrag beantworten wir zehn Fragen zum neuen IT-Sicherheitskennzeichen. Dabei haben wir im 1. Teil erklärt, was das Kennzeichen genau ist, wofür es vergeben wird und welche Informationen es liefert. Außerdem haben wir erläutert, woran der Verbraucher ein gekennzeichnetes Produkt erkennt und wie lange das Kennzeichen gültig bleibt. Hier ist der 2. Teil!

 

6. Wie sicher sind Produkte oder Dienste mit dem IT-Sicherheitskennzeichen?

Sind Produkte oder Dienste mit dem IT-Sicherheitskennzeichen gekennzeichnet, haben die Hersteller versichert, dass die Produkte im Auslieferungszustand bestimmte Sicherheitsmerkmale und -eigenschaften aufweisen. Folglich verfügen die Produkte über eine gewisse Sicherheitsausstattung.

Ein Angriff durch Cyber-Kriminelle ist dadurch aber nicht ausgeschlossen. Aus diesem Grund geht die Verwendung des Sicherheitskennzeichens mit der Verpflichtung einher, über erkannte Sicherheitslücken zu informieren und diese so schnell wie möglich zu beseitigen. Dennoch ist auch der Verbraucher gefragt, damit das Sicherheitsniveau aufrechterhalten bleibt. Dazu gehört zum Beispiel, ein Gerät wie vorgesehen zu verwenden und vom Hersteller bereitgestellte Updates zeitnah zu installieren.

 

7. Was müssen Hersteller oder Anbieter für das IT-Sicherheitskennzeichen unternehmen?

Hersteller müssen das IT-Sicherheitskennzeichen beim BSI beantragen. Im Rahmen des Antrags geben sie die verbindliche Erklärung ab, dass ihre Produkte oder Dienste bestimmte technische Standards erfüllen. Diese Standards umfassen beispielsweise die Richtlinie TR03148 für Router und die TR03108 für E-Mail-Dienste. Dass die geltenden Anforderungen erfüllt sind, überprüft der Hersteller selbst.

Anders als zum Beispiel bei der BSI-Zertifizierung führt das BSI im Rahmen des Antragsverfahrens keine technische Prüfung durch. Erfährt das BSI aber, dass ein Hersteller gegen seine Erklärung verstößt oder die technischen Standards nicht einhält, kann es eine Überprüfung vornehmen und die Erlaubnis, das IT-Sicherheitskennzeichen zu nutzen, widerrufen.

 

8. Wie wird sichergestellt, dass die Anforderungen erfüllt werden?

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kann als neutrale Stelle jederzeit überprüfen, ob die Hersteller die erklärten Standards auch wirklich einhalten. Stellt sich heraus, dass es Abweichungen gibt, informiert das BSI auf der jeweiligen Produktwebseite darüber. Gleiches gilt, wenn Schwachstellen auftauchen.

Auf der Produktinformationsseite wird ein Link zur Webseite des Herstellers eingerichtet. Hier kann der Hersteller dann zum Beispiel erforderliche Updates bereitstellen. Treten bei einem Produkt oder Dienst nachgewiesene Sicherheitslücken auf, hat das BSI außerdem die Möglichkeit, das erteilte Sicherheitskennzeichen zu widerrufen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass das IT-Sicherheitskennzeichen freiwillig ist. Hersteller und Dienstleister müssen keinen Antrag beim BSI stellen. Aber gerade weil das Kennzeichen freiwillig ist, dürfte es mit Blick auf die IT-Sicherheit ein starkes Kaufargument sein. Denn das IT-Sicherheitskennzeichen eröffnet den Anbietern die Möglichkeit, dass Verbraucher sich orientieren können und den Produkten Vertrauen schenken.

 

9. Auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert das Sicherheitskennzeichen?

Erste Bemühungen um IT-Sicherheitskennzeichen sind bereits in der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung von 2016 und im Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2018 enthalten.

Das Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit von informationstechnischen Systemen, das sogenannte IT-Sicherheitsgesetz 2.0 wies dem BSI dann im Jahr 2021 den Auftrag zu, ein freiwilliges Sicherheitskennzeichen für Informationstechnik einzuführen. Zu diesem Zweck wurde das BSI-Gesetz, das unter anderem regelt, was zum Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich des BSI gehört, um den neuen Paragrafen 9c BSIG erweitert.

Die Details zum IT-Sicherheitskennzeichen und insbesondere zum Antragsverfahren sind in einer Rechtsverordnung definiert. Sie wird derzeit auf den endgültigen Stand gebracht.

 

10. Gibt es das IT-Sicherheitskennzeichen nur auf nationaler oder auch auf europäischer Ebene?


Im Juni 2019 ist der Cybersecurity Act (CSA) in Kraft getreten. Damit gibt es in der EU ein Rahmenwerk für Zertifizierungen, das grundsätzlich auch ermöglicht, Kennzeichnungen vorzunehmen, die auf dem gesamten digitalen EU-Binnenmarkt gültig sind. Ein EU-weit einheitliches IT-Sicherheitskennzeichen gibt es derzeit aber nicht. Das Sicherheitskennzeichen des BSI gilt nur auf nationaler Ebene.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

 

 
< Prev   Next >

Anzeige

PDF-Download

PDF Anleitungen

IT & Internet

Interessantes und Wissenswertes über Emoticons
Interessantes und Wissenswertes über Emoticons “Punkt, Punkt, Komma, Strich - fertig ist das Mondgesicht.” Was die meisten...
Tipps zu WDS und Repeating
Infos und Tipps zu WDS und Repeating Das Kürzel WDS steht für Wireless Distribution oder Distributed System und meint ein Funknetz...
Netiquette: Die wichtigsten Regeln für die Kommunikation im Netz
Netiquette: Die wichtigsten Regeln für die Kommunikation im Netz Die Netiquette beschreibt die Verhaltensregeln für die Kommun...
Änderungen Medien und Telekommunikation in 2013
Die wichtigsten Änderungen im Bereich Medien und Telekommunikation in 2013 Wie jedes Jahr bringt auch 2013 einige Änderungen und N...
Bezahlen beim Online-Shopping: Die Möglichkeiten in der Übersicht, 1. Teil
Bezahlen beim Online-Shopping: Die Möglichkeiten in der Übersicht, 1. Teil Per Vorkasse, über einen Online-Bezahldienst o...

mehr Artikel

Achtung: Nicht auf Tech Support Scam hereinfallen! Achtung: Nicht auf Tech Support Scam hereinfallen!   Vorsicht, wenn Mitarbeiter von Microsoft am Telefon angeblich einen technischen Support anbieten! Oder wenn beim Surfen im Internet plötzlich Warnhinweise auftauchen, die auf einen Befall mit Viren aufmerksam machen und zur Kontaktaufnahme mit dem Support auffordern. Dahinter steckt in aller Regel eine Betrugsmasche, die Betrügern den Zugriff auf den Computer ermöglichen soll.  Ganzen Artikel...

HotSpots sicher nutzen Öffentliche HotSpots sicher nutzen Öffentliche HotSpots finden sich immer häufiger und es ist zweifelsohne sehr komfortabel für den Nutzer, sich auch fernab vom eigenen Schreibtisch dank WLan-Verbindung ins Internet einwählen zu können. Allerdings sollte der Nutzer dabei im Hinterkopf behalten, dass er sich diesen Netzwerkzugang mit anderen Nutzern teilt und es damit für einen Dritten möglich wird, aus dem Internet oder dem lokalen Netzwerk heraus auf sein Notebook zuzugreifen. Um öffentliche HotSpots sicher nutzen zu können, ist es daher ratsam, einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.   Ganzen Artikel...

Pro & Kontra zum Smart Home anhand von 5 Fragen, 2. Teil Pro & Kontra zum Smart Home anhand von 5 Fragen, 2. Teil   Ein elektronisches Türschloss öffnet das Haus, sobald sich der Bewohner nähert. Die Heizung hatte sich vorher schon eingeschaltet und die Kaffeemaschine wartet mit frischem, warmem Kaffee. Die Lichter gehen an, die Jalousien fahren hoch und während der Einwohner seine Einkäufe verstaut, kann er per Sprachsteuerung entscheiden, welche Songs im Hintergrund laufen sollen. - Was für die einen nach viel Komfort im Alltag klingt, ist für die anderen unnötiger, technischer Schnickschnack.  Ganzen Artikel...

Kinder und das Internet - ein Ratgeber Kinder und das Internet - ein Ratgeber   Früher wurden in der Schule kleine Zettelchen geschrieben und untereinander ausgetauscht. Außerdem führten die Kids stundenlange Telefonate, obwohl sie ihre Freunde doch gerade erst noch gesehen hatten. Inzwischen haben sich solche Aktivitäten ins Internet verlagert. Vor allem Apps von Community- und Messenger-Diensten stehen hoch im Kurs. Doch ein sicheres Terrain ohne Risiken ist das Internet nicht. Damit stellt sich die Frage, wann Kinder alt genug sind, um im Internet zu surfen. Wie lange sollten sie in der virtuellen Welt unterwegs sein? Und wie können die Eltern zu sicherem Surfen beitragen? Hier ein Ratgeber zu Kindern und Internet!  Ganzen Artikel...



Die neuesten Wireless Lan Produkte Die 10 neuesten Wireless Lan Produkte Nachdem sich der 11g-Standard und damit die theoretische 54 MBit/s Bandbreite fest im WLAN-Markt etabliert haben und mittelfristig eher nicht mit großartigen Technologiesprüngen zu rechnen ist, setzten die Hersteller in erster Linie auf eigene, meist proprietäre Verbesserungen.Letztlich liegt die Absicht von neuen WLAN-Produkten darin, eine größere Reichweite bei schnellerem Tempo zu erreichen und das zu einem möglichst günstigen Preis für den Endverbraucher.  Ganzen Artikel...