Netzwerk
Wireless Lan
Fachartikel
Wireless Lan Zubehör
Notebook Wireless Lan
Wireless Lan Technik
Wireless Lan System
Wireless Lan Netzwerk
Wireless Lan Management
Verzeichnis
Impressum - Datenschutz
Wireless Lan Blog
Infos zum WLan-USB-S...
Tipps zu WDS und Rep...
Frequenzen bei WLan
Infos zum WLan-USB-S...
Sendeleistung von WL...

Anzeige

Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 1. Teil

Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 1. Teil 

Das Internet ist längst zu einem festen, fast schon selbstverständlichen Bestandteil des Alltags geworden. Doch damit der Nutzer im Internet surfen kann, braucht er einen Anschluss. Und dabei stehen inzwischen verschiedene Varianten zur Auswahl.

 

 

Ob zur Kommunikation, als Informationsquelle oder als unterhaltsamer Zeitvertreib: Das Internet ist für viele weder aus dem beruflichen noch aus dem privaten Bereich wegzudenken. Doch ein schnelles und störungsfreies Surfen setzt einen Internetanschluss voraus.

Dabei bemisst sich die Leistungsfähigkeit eines Internetanschlusses an der Anzahl der übertragenen Daten pro Sekunde. Die Übertragungsgeschwindigkeit nennt sich Datenrate oder Bitrate und wird in Bit pro Sekunde, kurz bit/s, angegeben. Ist der Nutzer im Internet unterwegs, kann er Daten sowohl empfangen als auch senden.

Der Empfang von Daten aus dem Netz wird als Downstream bezeichnet. Dabei fließen die Daten gewissermaßen stromabwärts aus dem Internet zum Nutzer. In umgekehrter Richtung, also wenn der Nutzer Daten stromaufwärts ins Netz schickt, wird vom Upstream gesprochen.

Der Sendevorgang wiederum heißt Down- oder Upload, je nachdem, ob die Daten aus dem Internet heruntergeladen oder ins Internet hochgeladen werden. Früher wurden als Zugangstechniken hauptsächlich die Einwahl über ein analoges Modem oder über einen ISDN-Anschluss verwendet. Übertragungsraten von mehr als 56 oder 128 kbit/s waren dabei aber nicht drin. Heute lassen sich durch einen Breitbandzugang deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen.

So liegt die Datenrate bei einem Breitbandzugang bei mindestens 1 Mbit/s, was 1.000 kbit/s entspricht. Der Begriff Breitbandzugang steht für einen Internetzugang mit einer hohen Datenübertragungsrate. Und Breitbandzugänge können auf verschiedenen Wegen realisiert werden. Neben der Telefonleitung ist dies beispielsweise über Mobilfunk, das TV-Kabel oder per Satellit möglich. Im Sinne von Basiswissen stellen wir die verschiedenen Breitbandzugänge in einer zweiteiligen Übersicht vor.

Hier ist Teil 1.:

 

Der Breitbandzugang per DSL

Über die normale Telefonleitung wird ein Breitbandzugang als DSL-Anschluss realisiert. Das Kürzel DSL steht für Digital Subscriber Line, was übersetzt soviel bedeutet wie Digitale Teilnehmerleitung. Der Empfang und der Versand von Daten erfolgt über einfache Kupferleitungen. An der bestehenden Telefonleitung muss dafür nichts verändert werden, denn es wird auf die zwei bis vier Kupferadern des vorhandenen Telefonnetzes zurückgegriffen.

Dabei wird die Frequenzbandbreite der Kupferleitung aufgeteilt. Ein Teil wird für die Datenübertragung verwendet, der andere Teil fürs Telefonieren. Für diese Aufteilung ist ein DSL-Splitter zuständig. Er wird mit der Anschlussdose verbunden und bewirkt, dass der Nutzer im Internet surfen und gleichzeitig telefonieren kann. An den DSL-Splitter werden zum einen das Telefon und zum anderen ein DSL-Modem angeschlossen. Das Modem übermittelt die Daten vom Internet an den Computer und umgekehrt. Die Alternative zu einem DSL-Modem ist ein Router.

Ein Router verfügt über ein integriertes Modem und kann zur digitalen Schaltzentrale werden, an die mehrere Computer und andere Geräte angeschlossen sind. Als letzte Komponente für einen DSL-Anschluss braucht der Nutzer eine Netzwerkkarte in seinem Computer, die den Rechner mit dem Modem oder Router verbindet.  

Die DSL-Varianten

DSL ist in mehreren Arten verfügbar. So gibt es zum einen die Asymmetrical Digital Subscriber Line, kurz ADSL. Beim ADSL ist der Downstream schneller als der Upload. Während beim Herunterladen von Daten Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 1 und 16 Mbit/s erreicht werden, ist beim Hochladen von Daten eine Datenrate von höchstens 1 Mbit/s möglich. Eine andere Variante ist die High Data Rate Digital Subscriber Line, kurz HDSL.

Hier bewegen sich die Datenraten sowohl beim Down- als auch beim Upstream im Bereich von bis zu 2 Mbit/s. Daneben gibt es noch das VDSL. Das VDSL wird auch Hochgeschwindigkeitsnetz genannt, denn hier sind Übertragungsraten von rund 50 Mbit/s beim Downstream und 10 Mbit/s beim Upstream möglich. Allerdings stehen nicht überall sämtliche DSL-Arten zur Verfügung.

Ein zentraler Faktor im Zusammenhang mit Breitbandanschlüssen per DSL ist die Länge der Kupferleitung zwischen der Telefondose des Nutzers und der Vermittlungsstelle. Je kürzer der Weg zur Vermittlungsstelle ist, desto höher ist die verfügbare Datenrate für den Nutzer. Andersherum wird das Signal immer schwächer, je größer die Entfernung zur Vermittlungsstelle und damit je länger die Kupferleitung ist.

Als kritische Entfernung gilt, wenn der Abstand zur nächsten Vermittlungsstelle mehr als vier bis sechs Kilometer beträgt. Bei einer solchen Leitungslänge muss der Nutzer damit rechnen, dass er DSL nicht ohne Störungen oder gar nicht nutzen kann. Vor allem in ländlichen Regionen kommt es deshalb immer wieder vor, dass DSL über das Telefonnetz nur eingeschränkt zur Verfügung steht.  

 

Der Breitbandzugang per Glasfaserkabel

Deutlich höhere Geschwindigkeiten als Kupferkabel ermöglichen Glasfasernetze. Hier sind im Downstream bis zu 100 Mbit/s möglich. Die sehr dünnen Glasfaserkabel transportieren die Daten mittels Lichtsignal. Entfernungen von bis zu 20 Kilometern sind kein Problem. Daher sind auch nicht so viele Vermittlungsstellen notwendig wie bei Kupferleitungen. Eine Glasfaserleitung setzt sich aus mehreren Glasfasern zusammen.

Dabei kann jede einzelne Glasfaser sehr hohe Datenübertragungsraten erzielen und reicht dadurch für die Versorgung mehrerer Haushalte aus. Bisher war es aber oft so, dass auf der sogenannten letzten Meile ein Kupferkabel verwendet wurde. Die letzte Meile ist der Weg zwischen dem Verteiler und dem Hausanschluss. In Zukunft sollen die Glasfasernetze soweit ausgebaut werden, dass die Glasfasern bis in die Häuser und Wohnungen verlegt sind. Das dazugehörige Verfahren nennt sich FTTH-Verfahren, wobei FTTH für Fibre To The Home steht.  

 

Der Breitbandzugang per Fernsehkabel

Statt über die Telefonleitung kann ein Breitbandzugang auch über das Fernsehkabelnetz realisiert werden. Damit der Nutzer über seinen Kabelanschluss ins Internet gehen kann, muss er seine Anschlussdose aber durch eine Multimedia-Kabeldose ersetzen. Eine solche Dose, kurz MM-TAD, verfügt über drei Ausgänge, die für TV, Radio und Internet vorgesehen sind.

Zusätzlich dazu ist die Multimedia-Kabeldose mit einem Anschluss ausgestattet, an den ein Kabel-Modem oder eine Set-Top-Box angeschlossen werden kann. Das Modem oder die Box ist für die Datenübermittlung zwischen dem Kabelnetz und dem Computer notwendig und wird meist vom Betreiber des Kabelnetzes zur Verfügung gestellt.

Wie beim DSL-Anschluss braucht der Nutzer außerdem eine Netzwerkkarte im Computer, die den Rechner mit dem Modem oder der Set-Top-Box verbindet. Welche Geschwindigkeiten der Nutzer erreicht, wenn er über das Fernsehkabel im Internet surft, hängt von der Nutzeranzahl ab. Denn die Kapazität der Leitung wird durch die Anzahl der Nutzer geteilt. Die Folge davon ist, dass die Verbindung umso langsamer wird, je mehr Internetnutzer gerade in der Leitung sind.

Mehr Tipps, Ratgeber und Anleitungen:

  • Künftig freie Wahl beim Internetrouter
  • Infos und Tipps zum Streaming
  • WLan und Mobilfunk im Flieger - Infos und Tipps
  • Die wichtigsten Infos zu Cybermobbing
  • Übersicht: die größten Risiken für den PC
  • Die wichtigsten Tipps für sichere Passwörter
  • Thema: Basiswissen: Breitbandzugänge in der Übersicht, 1. Teil

     
    < Prev   Next >

    Anzeige

    PDF-Download

    PDF Anleitungen

    IT & Internet

    Die Vor- und Nachteile vom IP-basierten Anschluss, 1. Teil
    Die Vor- und Nachteile vom IP-basierten Anschluss, 1. Teil In der Form, in der das Festnetz einst gestartet ist, wird es schon bald Gesc...
    Schuldenfalle Internet - Infos und Tipps
    Schuldenfalle Internet - Infos und Tipps Das Abo für einen Streaming-Dienst verlängern, ein zusätzliches Spiel herunterlade...
    Bluetooth als Ergaenzung zum WLan
    Bluetooth als Ergänzung zu WLAN Trotz großer Fortschritte im Bereich des WLANs haben die WLANs nach dem a- und b-Standard nach wi...
    Die neuesten Wireless Lan Produkte
    Die 10 neuesten Wireless Lan Produkte Nachdem sich der 11g-Standard und damit die theoretische 54 MBit/s Bandbreite fest im WLAN-Markt etabl...
    Die effektivsten IT-Sicherheitstipps fuer das Buero
    Die effektivsten IT-Sicherheitstipps für das Büro Die IT-Sicherheit ist ein sehr wichtiges Thema, denn Datenspionage, Datenklau un...

    mehr Artikel

    Was ist eigentlich ein Webserver? 1. Teil Was ist eigentlich ein Webserver? 1. Teil   Damit moderne Kommunikation und der Austausch von Informationen funktionieren, spielt der Webserver in der Informatikwelt eine zentrale Rolle. Und im Zusammenhang mit dem Internet dürfte jeder den Begriff schon einmal gehört haben. Doch was ist eigentlich ein Webserver? Wofür wird er benötigt? Wie funktioniert er? Und wie wird ein Webserver erstellt und eingerichtet? Diese und weitere Fragen beantworten wir in einem zweiteiligen Beitrag!    Ganzen Artikel...

    W-Lan in Zukunft in Bussen und Bahnen W-Lan zukünftig in öffentlichen Verkehrsmitteln (Busse & Bahnen) Nach Ansicht vieler Experten ist WLan eine ideale Zugangstechnik für einen Großteil der Nutzer. Dies erklärt sich in erster Linie damit, dass eine Internetverbindung über WLan in aller Regel schneller und kostengünstiger ist als eine Mobilfunkverbindung. Hinzu kommt, dass moderne mobile Zugangsgeräte wie Tablet-PCs teilweise nur über WLan Zugang zum Internet haben. Der Entwicklung des mobilen Internets steht in Deutschland jedoch der langsame und begrenzte Ausbau der WLan-Infrastruktur gegenüber.   Ganzen Artikel...

    Natürliche Links aufbauen - Infos und Tipps Natürliche Links aufbauen - Infos und Tipps   Wie erfolgreich eine Webseite ist, hängt nicht nur von ihren Inhalten ab. Auch das sogenannte Linkbuilding spielt eine große Rolle. Beim Linkbuilding geht es darum, externe Links auf der eigenen Webseite zu platzieren, um auf diese Weise mehr Besucher auf die Seite zu holen. Doch wie sollte der Seitenbetreiber dabei vorgehen? Worauf sollte er achten? Hier sind Infos und Tipps, wie es gelingt, natürliche Links aufzubauen!  Ganzen Artikel...

    5 aktuelle Tipps für sicheres Surfen im Urlaub 5 aktuelle Tipps für sicheres Surfen im Urlaub   Der Sommer naht und damit rückt auch die Urlaubszeit immer näher. Verglichen mit früher, hat sich dabei mit Blick auf die Kommunikation einiges verändert. So muss heutzutage niemand mehr Kleingeld sammeln oder eine Telefonkarte kaufen und eine Telefonzelle suchen, um vom Urlaubsort aus mal eben zu Hause anzurufen. Statt Postkarten werden SMS, E-Mails oder Nachrichten samt Bildern mit Messenger-Diensten verschickt. Und auch die Landkarte, der Straßenatlas und selbst die Urlaubslektüre bleiben immer öfter daheim. Sie finden sich nämlich zunehmend auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop.  Ganzen Artikel...



    Die 5 wichtigsten Fragen zu DVB-T2 Die 5 wichtigsten Fragen zu DVB-T2Ende März 2017 wurde das bisherige Antennenfernsehen im Standard DVB-T in vielen Regionen abgeschaltet und durch den Nachfolgestandard DVB-T2 ersetzt. In anderen Regionen wird die Umstellung noch erfolgen.    Ganzen Artikel...